Spreewaldring
Die Spreewaldring Strecke: Streckenführung und Tipps für jeden Fahrer
So ist der Spreewaldring aufgebaut und so fahren Sie ihn: Charakter, Varianten, Auslaufzonen und Tipps für Einsteiger, eigene Autos und Motorräder.
Der STC Spreewaldring ist keine Hochgeschwindigkeitsstrecke. Er wurde 2007 als Trainingsstrecke gebaut, das Layout entstand laut Betreiber gemeinsam mit Rennfahrern. Schnelle Runden entstehen hier vor allem durch eine saubere Linie und gleichmäßiges Fahren, weniger durch pure Motorleistung.
Der Charakter der Strecke
Auf 2,7 Kilometern liegen 17 Kurven, zehn rechts und sieben links. Gefahren wird im Uhrzeigersinn, die Fahrbahn ist zehn Meter breit. Der Betreiber beschreibt den Kurs als Kombination aus schnellen Geraden und fordernden Kurven, die mehrere Streckentypen auf einer Runde zusammenbringt.
Schon der Streckenplan zeigt das: Mehrere lange Geraden wechseln sich mit engen Kehren ab. Zwei der Geraden verlaufen fast parallel und sind durch eine enge Kehre verbunden, im Inneren windet sich ein kurviger Abschnitt. Den Plan finden Sie auf unserer Spreewaldring-Seite.
Für die Sicherheit wichtig: Laut Racepool99 gibt es großzügige Auslaufzonen aus Asphalt und Kiesbetten, keine blinden Kuppen und keine Mauern direkt an der Strecke. Kleine Fehler enden deshalb meist ohne Schaden. Das macht den Kurs für Einsteiger angenehm.
Varianten und Besonderheiten
- Teilbarer Kurs: Über kurze Verbindungen lässt sich der Rundkurs in einen Speedkurs und einen Handlingkurs teilen. Welche Variante gefahren wird, legt der Veranstalter fest.
- Bewässerung: Teile der Strecke lassen sich bewässern. Trainings nutzen das, um Fahren auf nasser Fahrbahn zu üben.
- Belag: Der Betreiber beschreibt den Asphalt als griffig.
- Boxengasse: 200 Meter lang und zehn Meter breit, mit Race Control für die Streckenleitung.
Tipps für Einsteiger im Supersportwagen
Bei Racepool99 sitzt ein Instruktor neben Ihnen und ist über eine Sprechanlage im Helm mit Ihnen verbunden. Nutzen Sie das. Drei Hinweise helfen besonders:
- Weit vorausschauen: Blicken Sie dorthin, wo Sie hinwollen, nicht auf den Randstein vor dem Auto.
- Ruhig bleiben: Lenken, Bremsen und Gas geben mit Gefühl. Hektische Bewegungen bringen das Auto aus dem Gleichgewicht.
- Erst die Linie, dann das Tempo: Bei 17 Kurven brauchen Sie ein, zwei Runden, um den Ablauf zu kennen. Schneller werden Sie dann fast von allein.
Im Briefing vor der Fahrt erklären die Instruktoren Flaggen, Ideallinie und Bremspunkte. Hören Sie dort genau zu, es spart auf der Strecke Zeit.
Wer mehrere Runden bucht, hat mehr davon: Sobald die Abfolge der Kurven sitzt, können Sie sich auf Feinheiten wie Bremspunkte und das frühe Herausbeschleunigen konzentrieren.
Tipps für das eigene Auto
- Lärm: Bei der statischen Messung gelten maximal 98 dB(A), bei einzelnen Formaten 95 dB. Lassen Sie laute Anlagen vorher messen, der Betreiber bot das zuletzt täglich von 11 bis 17 Uhr an.
- Technik: Bremsen und Reifen in gutem Zustand, keine Undichtigkeiten, Abschleppöse montiert.
- Reifen: Mit zehn Rechtskurven arbeiten die linken Reifen mehr. Prüfen Sie den Luftdruck zwischen den Turns, wenn die Reifen warm sind.
- Tank: Kommen Sie vollgetankt. Zum Nachtanken müssen Sie laut Betreiber rund acht Kilometer fahren.
Tipps für Motorradfahrer
Für das freie Fahren mit dem Motorrad verlangt der Betreiber die STC-Lizenz. Sie gibt es im Lizenzlehrgang mit Theorie im Schulungsraum, Flaggenkunde, sicherer Linienwahl und Übungen auf dem Rundkurs. Laut Betreiber gilt sie ein Leben lang.
Zur Mindestausrüstung gehören eine zweiteilige Kombi mit Protektoren, die per Reißverschluss verbunden ist, ein unbeschädigter Integralhelm mit gültiger ECE-Norm, Motorradstiefel und Lederhandschuhe. Wer die Strecke systematisch lernen will, beginnt mit dem Kurventraining Basic.
Flaggen, die Sie kennen sollten
Auf der Strecke verständigen sich Streckenposten und Fahrer mit Flaggen. Die internationale Flaggenkunde ist Teil des Briefings bei Racepool99 und des Lizenzlehrgangs beim Betreiber. Die wichtigsten Signale:
- Gelb: Gefahr im folgenden Abschnitt. Tempo reduzieren, nicht überholen.
- Grün: Die Strecke ist wieder frei.
- Blau: Ein schnelleres Fahrzeug kommt, lassen Sie es vorbei.
- Rot: Abbruch. Langsam weiterfahren und in die Boxengasse.
- Schwarz-weiß kariert: Ende des Turns, nach der Auslaufrunde zurück in die Box.
Welche Regeln beim Überholen gelten, legt der jeweilige Veranstalter im Briefing fest. Fragen Sie nach, wenn etwas unklar bleibt.
Häufige Fragen
Ist der Spreewaldring für Anfänger geeignet?
Ja. Die Anlage wurde als Trainingsstrecke konzipiert, die Auslaufzonen sind großzügig, und bei Racepool99 fahren Sie immer mit Instruktor.
In welche Richtung wird gefahren?
Im Uhrzeigersinn. Passend dazu gibt es mehr Rechts- als Linkskurven.
Wo finde ich einen Streckenplan?
Auf unserer Spreewaldring-Seite. Der Betreiber stellt außerdem eine Streckenskizze in seinem Downloadbereich auf spreewaldring.de bereit.
Welche Fahrzeuge fahren auf dem Spreewaldring?
Autos, auch ohne Straßenzulassung, und Motorräder. Der Betreiber bot zuletzt auch Fahrten im Formel-Rennwagen an, bei Racepool99 stehen Supersportwagen, ein Mini-Tourenwagen und ein Superbike bereit. 2025 gab es zudem ein Wochenende für private Karts auf der großen Strecke.
Wird auch bei Regen gefahren?
Bei Racepool99 entscheidet das Team am Veranstaltungstag vor Ort, ob gefahren, verschoben oder abgesagt wird. Nasse Fahrbahn verlangt früheres Bremsen und weichere Lenkbewegungen, Ihr Instruktor sagt Ihnen, worauf es ankommt.