Sachsenring

Sachsenring Touristenfahrten: Ein unvergessliches Erlebnis

Touristenfahrten am Sachsenring? Was es gibt und was nicht: Rennstreckentraining, Trackday, Renntaxi, Selberfahren und die alte Strecke.

Auf der Nordschleife des Nürburgrings kann man mit dem eigenen Auto gegen Gebühr einfach losfahren. Wer nach Touristenfahrten am Sachsenring sucht, hofft oft auf dasselbe. Hier erfahren Sie, was es dort tatsächlich gibt, wie Sie trotzdem auf die Grand-Prix-Strecke kommen und wo Sie den alten Kurs erleben.

Gibt es Touristenfahrten am Sachsenring?

Klassische Touristenfahrten, bei denen Sie ohne Anmeldung und Briefing gegen eine Rundengebühr auf die Strecke fahren, gehören nicht zum Angebot des Fahrsicherheitszentrums Sachsenring (Stand: November 2026). Zur Einordnung: Der Sachsenring ist vor allem ein Fahrsicherheitszentrum, Rennstrecke ist er nur an rund zehn Tagen im Jahr. An den übrigen Tagen nutzen Trainings, Tests und Veranstaltungen die Strecke.

Dazu kommen strenge Lärmauflagen. Mehrere fest installierte Messanlagen überwachen die Lautstärke, erlaubt sind höchstens 93 dB Vorbeifahrgeräusch unter Volllast. 2023 verpflichtete die Landesdirektion Sachsen das Verkehrssicherheitszentrum zudem, die Lärmbelastung für die umliegenden Wohngebiete auf die gesetzlichen Höchstwerte zu senken. Auf die Grand-Prix-Strecke kommen Sie über organisierte Programme mit Anmeldung, Einweisung und klaren Regeln.

Mit dem eigenen Auto: Rennstreckentraining und Trackday

Der direkte Weg mit dem eigenen Fahrzeug führt über das Rennstreckentraining des Fahrsicherheitszentrums. Es setzt keine Vorerfahrung voraus und dauert einen Tag:

  • am Vormittag Sektionstraining auf einzelnen Abschnitten der Rennstrecke
  • danach Guidefahren hinter einem Trainer
  • am Nachmittag zwei Stunden freies Fahren

Das Training kostet 596,50 Euro, eine Gruppe hat höchstens acht Teilnehmer. Wer es absolviert hat, darf zum Trackday: einen ganzen Tag freies Fahren auf dem Grand-Prix-Kurs, ebenfalls für 596,50 Euro. Für Motorradfahrer ist das Rennstrecken-Basistraining der Einstieg, es kostet 298,50 Euro und setzt ein Motorrad-Sicherheitstraining voraus (alle Preise Stand: November 2026).

Für Autos gelten serienmäßige Auspuffanlage sowie Helm- und Gurtpflicht, für Motorräder der Serienauspuff samt Katalysator. Alle Sportfahrertrainings laufen unter Haftungsverzicht. Die Termine für 2027 waren im November 2026 noch nicht veröffentlicht, die Motorradprogramme sollen im Frühjahr 2027 folgen.

Ohne eigenes Auto: Selberfahren und Mitfahren

Einfacher geht es mit Racepool99. Sie brauchen weder ein eigenes Auto noch Vorerfahrung und fahren trotzdem auf der Grand-Prix-Strecke, mit Supersportwagen wie Porsche 911 GT3, Lamborghini Huracán LP 610-4, Ferrari F488 GTB oder Audi R8 V10. Die Preise (Stand: November 2026):

  • Selber fahren mit Instruktor: ab 229 Euro für eine Runde
  • Renntaxi als Beifahrer: ab 219 Euro für eine Runde
  • Young Driver für Jugendliche von 14 bis 18 Jahren: ab 79 Euro
  • Superbike-Renntaxi auf der BMW S 1000 RR: ab 149 Euro

Die Sportwagen sind 2027 am 12. Mai, 9. Juni, 21. Juli, 18. August und 15. September am Sachsenring, das Superbike am 21. und 22. Juni sowie am 2. und 3. September.

Wer lieber zuschaut, ist an diesen Tagen ebenfalls willkommen. Der Eintritt für Zuschauer ist bei Racepool99 frei, Sie sehen die Autos aus nächster Nähe.

Auf den Spuren der alten Strecke

Ein Stück Sachsenring können Sie ganz ohne Buchung erleben: den alten Straßenkurs. Von 1927 bis 1990 fuhren die Rennen über öffentliche Straßen rund um Hohenstein-Ernstthal. Die erste Strecke von 1927 war 8.618 Meter lang. Laut Stadt Hohenstein-Ernstthal begann sie kurz nach dem Lutherstift und führte über die heutige Friedrich-Engels-Straße in die Stadt, weiter über Badstraße und Waldenburger Chaussee, hinunter zum „Heiteren Blick“, über die Eisenstraße am Wasserwerk vorbei zum Queckenberg und über die Lerchenstraße zurück.

Heute sind das ganz normale Straßen mit Tempolimit, Ampeln und Anwohnern. Fahren Sie sie als Spurensuche, nicht als Rennstrecke. Am 7. Mai 2027 gibt es eine besondere Gelegenheit: Zur ADAC Sachsenring Classic ist laut Ablaufplan am Freitagnachmittag ein Korso über die alte Strecke in die Stadt geplant. Zuschauen lohnt sich.

Laufen statt fahren geht auch. Beim BplusL Sachsenring Charity Run am 7. Juli 2027, dem Mittwoch vor dem Motorrad Grand Prix, laufen Sie für den guten Zweck am Sachsenring. Treffpunkt ist hinter der Tribüne T1, Check-in bis 18 Uhr, Start um 19 Uhr. Die Teilnahme kostet 30 Euro (Stand: November 2026). Die Geschichte der Strecke zeigt außerdem das Textil- und Rennsportmuseum in der Antonstraße 6.

Mehr zu Lage und Angeboten finden Sie auf unserer Streckenseite zum Sachsenring.

Häufige Fragen

Kann ich mit meinem Auto einfach auf den Sachsenring fahren?

Nein. Auf die Grand-Prix-Strecke kommen Sie nur im Rahmen organisierter Programme. Ohne Vorerfahrung ist das Rennstreckentraining der Einstieg, danach steht Ihnen der Trackday offen.

Was ist der günstigste Weg auf die Strecke?

Für Erwachsene ohne eigenes Fahrzeug das Renntaxi ab 219 Euro, für Jugendliche das Young-Driver-Programm ab 79 Euro. Mit dem eigenen Motorrad ist das Kurven-Schräglagentraining für 177 Euro günstig, es nutzt aber nur ein Teilstück der Strecke.

Darf ich die alte Rennstrecke befahren?

Ja, als normale öffentliche Straßen. Es gelten Straßenverkehrsordnung und Tempolimits, Rennen finden dort seit 1990 nicht mehr statt.

Gibt es Touristenfahrten auf anderen Strecken?

Die bekanntesten Touristenfahrten gibt es auf der Nürburgring-Nordschleife. Für freies Fahren mit dem eigenen Auto bietet Racepool99 eigene Termine auf anderen Strecken an, etwa am Lausitzring und Spreewaldring.

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