Spreewaldring
Spreewaldring Kurventraining für sicheres Fahren
Kurventraining am Spreewaldring: was die Basic- und Advanced-Kurse für Motorradfahrer bieten, was Autofahrer üben und wie Sie sich vorbereiten.
Mit 17 Kurven auf 2,7 Kilometern ist der STC Spreewaldring wie gemacht für Kurventraining. Im Schnitt folgt etwa alle 160 Meter die nächste Kurve, Zeit zum Ausruhen bleibt kaum. Der Betreiber bietet eigene Kurse für Motorradfahrer an. Autofahrer üben Linie und Blickführung in PKW-Trainings oder mit einem Instruktor von Racepool99.
Worauf es in Kurven ankommt
Ob Auto oder Motorrad: Jede Kurve hat drei Phasen. Vor der Kurve bremsen Sie auf das passende Tempo. Am Einlenkpunkt beginnt die Kurvenfahrt, am Scheitelpunkt sind Sie dem Innenrand am nächsten. Danach öffnen Sie die Lenkung und beschleunigen hinaus. Wer zu früh einlenkt, kommt am Ausgang zu weit nach außen.
Der wichtigste Hebel ist die Blickführung. Schauen Sie dorthin, wohin Sie fahren wollen, und zwar so weit voraus wie möglich. Blickführung und Linienwahl stehen deshalb in den Kursen am Spreewaldring weit oben, vom Einsteigerkurs bis zum Einzelcoaching.
Kurventraining Basic für Motorradfahrer
Das Basic-Training des Betreibers ist für Motorradfahrer gedacht, die in geschütztem Rahmen an ihrer Technik arbeiten möchten. Rennstreckenerfahrung ist nicht nötig. Instruktoren betreuen Gruppen von höchstens zehn Teilnehmern, der Kurs dauert etwa acht Stunden. Zuletzt standen auf dem Programm:
- die Grundlagen der Kurvenfahrt
- die richtige Haltung auf dem Motorrad
- Blick, Linie und der passende Punkt zum Einlenken
- praktische Übungen bis hin zu Notmanövern
Im Preis waren zuletzt ein Mittagessen, Wasser, ein Teilnehmerzertifikat und nach dem Kurs noch freies Fahren in der eigenen Gruppe enthalten. Einen Fotoservice gab es gegen Aufpreis, wenn ein Fotograf vor Ort war.
Kurventraining Advanced und weitere Kurse
Das Advanced-Training baut darauf auf. Es geht um präzises Anbremsen vor der Kurve, schnellere Kurvenfahrt und den gezielten Einsatz der Schräglage. Dazu erklären die Instruktoren die physikalischen Kräfte, und es wird das Ausweichen in Schräglage geübt.
Für erfahrene Fahrer hatte der Betreiber zuletzt ein Sportbikertraining und ein Perfektionstraining für Fahrer mit Rennstreckenerfahrung im Programm. Die Riding School ist ein Einzelcoaching mit Videoauswertung. 2025 gab es außerdem ein Kurventraining nur für Frauen. Termine und aktuelle Preise stehen im Kalender auf spreewaldring.de.
Kurventraining im Auto
Auch Autofahrer lernen am Spreewaldring Kurventechnik. Der Betreiber bot zuletzt ein PKW-Training für schnellere Rundenzeiten an: maximal sechs Teilnehmer pro Gruppe, Coaching direkt im Auto, Analyse von Ideallinie, Brems- und Beschleunigungspunkten per GPS. Eine Straßenzulassung braucht Ihr Auto dafür nicht.
Racepool99 bietet an seinen Terminen freies Fahren mit dem eigenen Auto an. Zum Einstieg fährt ein Instruktor 30 Minuten als Beifahrer mit und erklärt Sitzhaltung, Blickführung, Linienwahl, Bremsen und Kurvenfahren. Danach üben Sie im offenen Betrieb weiter. Der halbe Tag kostet 449 Euro, mit exklusivem VIP-Instruktor 799 Euro (Stand: November 2026).
2027 ist Racepool99 am 3. April, am 24. und 25. Juli und am 25. und 26. September am Spreewaldring (Stand: November 2026). Mehr zur Strecke lesen Sie auf unserer Spreewaldring-Seite.
Typische Fehler in Kurven
- Zu spät bremsen: Wer erst in der Kurve merkt, dass er zu schnell ist, verliert die Linie. Im Training setzen Sie den Bremspunkt bewusst und bauen das Tempo vor dem Einlenken ab.
- Auf das Hindernis schauen: Der Blick zieht das Fahrzeug mit. Wer auf den Kurvenrand starrt, fährt dorthin. Übungen zur Blickführung lenken den Blick zum Kurvenausgang.
- Zu früh einlenken: Dann läuft das Fahrzeug am Ausgang nach außen. Ein späterer Einlenkpunkt schafft Platz.
- Hektische Bewegungen: Abruptes Lenken, Bremsen oder Gasgeben bringt Unruhe ins Fahrwerk, in Schräglage besonders. Fließende Bewegungen sind sicherer und am Ende auch schneller.
Diese Punkte gelten auf der Landstraße genauso wie auf der Rennstrecke. Ein Kurventraining bringt deshalb auch im Alltag etwas.
Vorbereitung und Ausrüstung
Für die Motorradkurse nennt der Betreiber klare Voraussetzungen:
- betriebssicheres Motorrad ohne lose oder mit Kabelbindern befestigte Teile
- Reifen in gutem Zustand und geeignet für die Rennstrecke, keine Slicks, weil das Wetter wechseln kann
- vollgetankt anreisen, denn vor Ort gibt es keine Tankstelle
- höchstens 98 dB(A) beim Standgeräusch laut Typenschild
- Schutzkleidung: mindestens zweiteilige Kombi mit Protektoren und Reißverschluss-Verbindung, Integralhelm nach ECE-Norm, Stiefel und Lederhandschuhe
Im Auto brauchen Sie einen technisch einwandfreien Wagen ohne Undichtigkeiten, eine montierte Abschleppöse und einen Helm.
Häufige Fragen
Brauche ich Rennstreckenerfahrung?
Für das Kurventraining Basic nicht. Es ist ausdrücklich für Fahrer gedacht, die ihre Technik in sicherer Umgebung verbessern wollen.
Was ist die STC-Lizenz?
Für das freie Fahren mit dem Motorrad verlangt der Betreiber eine eigene Lizenz. Sie gibt es im Lizenzlehrgang von etwa vier Stunden und gilt laut Betreiber ein Leben lang.
Was passiert, wenn ich die Voraussetzungen nicht erfülle?
Laut Betreiber werden dann keine Kosten erstattet. Prüfen Sie Motorrad, Reifen, Lautstärke und Ausrüstung deshalb vor der Anreise.
Kann ich mein eigenes Motorrad nutzen?
Ja, bei den Kursen des Betreibers ist das der Normalfall. Das Motorrad muss betriebssicher sein, die Lärmgrenze einhalten und vollgetankt ankommen.
Was kostet ein Kurventraining?
Die aktuellen Preise des Betreibers stehen in seinem Shop. Bei Racepool99 kostet ein halber Tag freies Fahren mit Instruktor-Turn 449 Euro (Stand: November 2026).