Spreewaldring
Spreewaldring Touristenfahrten – erleben Sie den Nervenkitzel
Touristenfahrten heißen am Spreewaldring freies Fahren: wie es funktioniert, was Auto und Motorrad brauchen und welche Alternativen mit Instruktor es gibt.
Vom Nürburgring kennen viele die Touristenfahrten: Ticket kaufen, mit dem eigenen Auto auf die Strecke. Am STC Spreewaldring heißt das entsprechende Angebot „freies Fahren“. Statt pro Runde bezahlen Sie hier für Zeitblöcke. Autos und Motorräder sind gleichermaßen willkommen.
So funktioniert das freie Fahren
Der Betreiber öffnet die Strecke an vielen Tagen der Saison für Autos und Motorräder. Im Kalender stehen diese Tage als „Freies Fahren“, meist von 10 bis 18 Uhr. An anderen Tagen ist die Strecke für Trainings, Veranstaltungen oder Vermietungen belegt. Ein Blick in den Kalender auf spreewaldring.de vor der Anreise ist deshalb Pflicht.
Abgerechnet wird nach Zeit. Zuletzt verkaufte der Betreiber:
- ein Einzelticket für einen Turn von 15 Minuten,
- Mehrfachkarten mit fünf oder zehn Turns, gültig 365 Tage ab Kauf,
- eine Jahreskarte für unbegrenztes Fahren an allen Tagen mit freiem Fahren.
Zum Saisonstart gab es zuletzt außerdem vergünstigte Wochen. Die aktuellen Preise und Bedingungen stehen im Shop des Betreibers.
Voraussetzungen für das Auto
Eine Straßenzulassung brauchen Sie beim Betreiber nicht. Ein reines Trackauto kann also auf dem Anhänger anreisen und trotzdem mitfahren. Die technischen Anforderungen sind dafür klar:
- betriebssicheres, technisch einwandfreies Fahrzeug
- keine austretenden Flüssigkeiten, funktionierende Bremsen und Reifen
- montierte Abschleppöse
- höchstens 98 dB(A) bei der Nahfeldmessung
- Helmpflicht für den Fahrer
Die Lärmgrenze nimmt der Betreiber ernst. Manipulierte dB-Killer und defekte Auspuffanlagen sind verboten, Zubehöranlagen misst er bei halbem Drehzahlband plus 500 Umdrehungen pro Minute. Wer die Grenze überschreitet, wird ohne Erstattung ausgeschlossen. Eine Vorabmessung bot der Betreiber zuletzt täglich von 11 bis 17 Uhr an, bei viel Betrieb mit Wartezeit.
Voraussetzungen für das Motorrad
Motorradfahrer brauchen für das freie Fahren die STC-Lizenz. Sie gibt es im Lizenzlehrgang des Betreibers, der etwa vier Stunden dauert. Dort lernen Sie die Regeln auf und neben der Strecke, die internationale Flaggenkunde und eine sichere Linie auf dem Spreewaldring. Am Ende stehen 15 Minuten freies Fahren. Die Lizenz gilt laut Betreiber ein Leben lang.
Zur Mindestausrüstung gehören eine zweiteilige Textilkombi mit Protektoren und Reißverschluss-Verbindung, ein unbeschädigter Integralhelm nach ECE-Norm, Motorradstiefel und Lederhandschuhe. Das Motorrad muss vollgetankt sein, denn auf dem Gelände gibt es keine Tankstelle.
Wer mit dem eigenen Auto lieber zuerst ein paar Runden unter Anleitung fahren möchte, findet bei Racepool99 eine Alternative.
Freies Fahren mit Instruktor
An seinen Terminen bietet Racepool99 am Spreewaldring freies Fahren mit dem eigenen Auto an. Zum Einstieg fährt ein Instruktor als Beifahrer in Ihrem Wagen einen geführten Turn von 30 Minuten mit und erklärt Sitzposition, Blickführung, Linienwahl und Bremsen. Danach ist die Boxengasse offen.
| Paket | Preis (Stand: November 2026) |
|---|---|
| Halber Tag mit einem Instruktor-Turn | 449 € |
| Ganzer Tag mit einem Instruktor-Turn | 599 € |
| Halber Tag mit exklusivem VIP-Instruktor | 799 € |
| Ganzer Tag mit exklusivem VIP-Instruktor | 999 € |
Je nach Wetter kommen laut Racepool99 an einem halben Tag 80 bis 150 Kilometer zusammen, an einem ganzen Tag 150 bis 300 Kilometer. Hier braucht das Auto eine Straßenzulassung, und die Lärmgrenze liegt bei 95 dB. Rennstreckennutzung, Versicherungen, Instruktor, Theorie und alkoholfreie Getränke sind im Preis enthalten. Eine weitere Variante bietet der Betreiber selbst: Afterwork- und Sunset-Termine mit vier Stunden offener Strecke und Tipps eines Instruktors. 2027 fährt Racepool99 am 3. April, am 24. und 25. Juli und am 25. und 26. September am Spreewaldring (Stand: November 2026).
Verhalten auf der Strecke
- Flaggen beachten: Gelb heißt Gefahr und Überholverbot, Rot heißt Abbruch.
- Überholen nur nach den Regeln aus dem Briefing.
- Wer aus der Boxengasse kommt, fädelt vorsichtig ein. Der Verkehr auf der Strecke hat in der Regel Vorrang, schauen Sie in die Spiegel.
- Laut den Geschäftsbedingungen des Betreibers gelten auf dem Gelände StVO und StVZO. Fahren Sie im Fahrerlager deshalb langsam und rechnen Sie mit Fußgängern.
- Klären Sie vorher, ob Ihre Kfz-Versicherung auf der Rennstrecke leistet. Viele Kaskoverträge leisten auf Rennstrecken nur eingeschränkt oder gar nicht.
Mehr zu Lage und Anfahrt lesen Sie auf unserer Spreewaldring-Seite.
Häufige Fragen
Brauche ich eine Rennlizenz?
Für das Auto nicht. Motorradfahrer brauchen die STC-Lizenz des Betreibers, keine Lizenz eines Motorsportverbands.
Darf ich einen Beifahrer mitnehmen?
Laut den Geschäftsbedingungen des Betreibers dürfen Begleitpersonen nur nach vorheriger Genehmigung als Beifahrer mitfahren. Fragen Sie vorab nach.
Wie viele Runden schaffe ich in 15 Minuten?
Eine feste Zahl gibt es nicht, sie hängt von Ihrem Tempo und vom Verkehr ab. Eine Runde ist 2,7 Kilometer lang und hat 17 Kurven. Jede Runde fordert also volle Konzentration.
Was kostet das freie Fahren?
Die aktuellen Preise des Betreibers stehen in seinem Shop auf spreewaldring.de. Mehrfachkarten und die Jahreskarte senken den Preis pro Turn. Freies Fahren mit Instruktor bei Racepool99 beginnt bei 449 Euro für einen halben Tag (Stand: November 2026).
Gibt es Touristenfahrten im Winter?
Die Saison reicht laut Tourismusportal vom 1. März bis 31. Oktober. Ob es außerhalb dieser Zeit Termine gibt, zeigt der Kalender des Betreibers.