Bilster Berg
Der Bilster Berg Trackday – Ihr Abenteuer auf dem Bilster Berg
So läuft ein Trackday am Bilster Berg ab: Veranstalter, Gruppen, Lärmregeln, Transponder, Kosten und wie Sie den passenden Termin finden.
Ein Trackday ist die direkteste Art, den Bilster Berg mit dem eigenen Auto zu erleben. Sie fahren nicht im Pulk hinter einem Instruktor, sondern im eigenen Tempo, Runde um Runde. Weil die Strecke privat ist, läuft das immer über einen Veranstalter. Dieser Artikel erklärt, wie ein Trackday am Bilster Berg organisiert ist, welche Regeln gelten und was er kostet.
Wie Trackdays am Bilster Berg organisiert sind
Der Bilster Berg veranstaltet keine eigenen Trackdays zum freien Fahren. Das übernehmen Partner und Kunden: Sie mieten die Strecke, entwickeln ein Konzept, legen Gruppengrößen und Kategorien fest und nennen ihren Preis. Entsprechend unterschiedlich sind die Formate, vom dreistündigen After-Work-Termin bis zum ganzen Wochenende.
Manche Veranstalter setzen auf Open Pitlane, bei der Sie in einem festen Zeitfenster jederzeit auf die Strecke dürfen. Andere fahren in Turns, also in festen Gruppen nacheinander. Viele kombinieren freies Fahren mit Instruktoren. Fragen zu Ablauf, Teilnahme und Buchung beantwortet immer der jeweilige Veranstalter, nicht der Bilster Berg.
Ablauf eines Trackdays
- Ankunft: Am Tor lässt Sie der Werkschutz anhand der Teilnehmerliste oder Ihres Durchfahrtsscheins ein. Planen Sie 60 Minuten vor Fahrbeginn ein.
- Akkreditierung: Sie erhalten Startnummer und Transponder. Die Startnummer muss links und rechts gut sichtbar sein, schwarz auf weiß und bei Autos mindestens 22 Zentimeter hoch.
- Briefing: Der Veranstalter erklärt Flaggen, Boxengasse und Regeln.
- Fahren: Gewöhnlich sind rund 30 Autos gleichzeitig auf der Strecke. Ein typischer Trackday-Tag umfasst mindestens neun Stunden Streckenzeit, Ihre eigene Fahrzeit liegt meist darunter.
- Pausen: Zeit für Benzingespräche im Fahrerlager, Tanken und einen Blick auf Reifen und Bremsen.
Regen ist am Bilster Berg kein Grund für eine Absage. Erst bei starkem Nebel, Schnee oder Glätte bricht der Betreiber ab, und auch dann besteht laut Bilster Berg grundsätzlich kein Anspruch auf Erstattung.
Regeln: Lärm, Helm und Transponder
Der Bilster Berg liegt mitten in der Natur und hat strenge Lärmauflagen. Die Genehmigung erlaubt höchstens 138 dB(A) Schallleistung je Fahrzeug, gemessen nach der Vorbeifahrt-Methode des DMSB. Die Veranstalter setzen oft deutlich niedrigere Grenzen. Bei einem Oldtimer-Trackday im November 2026 lag sie zum Beispiel bei 98 dB(A).
- Transponder: Pflicht für jedes Auto, vorne am Kühler oder Kennzeichen. Er ordnet die Messwerte der Schallstationen den Fahrzeugen zu. Wer die Richtwerte überschreitet, wird abgemahnt.
- Helm: Bei den meisten Trackdays Pflicht. Im Auto ohne Dach ist ein Vollvisierhelm immer vorgeschrieben.
- Im Auto: Gurtpflicht auf allen Plätzen, Fenster und Schiebedächer geschlossen. Ein Beifahrer ist erlaubt, er muss mindestens 14 Jahre alt sein.
- Fahrzeug: TÜV ist nicht zwingend, das Auto darf aber keine Flüssigkeiten verlieren. Ob eine Straßenzulassung nötig ist, legt der Veranstalter fest.
Kosten und Termine
Die Preise legen die Veranstalter fest. Zwei Beispiele aus dem Kalender 2026: Der Deutsche Sportfahrer Kreis bot einen Trackday am 8. November ab 390 Euro an, inklusive Teilnehmerhaftpflicht. Ein Trackday von DriversDays.nl im Juni kostete ab 820 Euro. Dazu kommen Sprit, Verschleiß und je nach Versicherung eine eigene Rennstreckenversicherung.
Alle Termine, bei denen Privatleute sich einbuchen können, stehen im Veranstaltungskalender des Bilster Berg unter „Freies Fahren“. Bei jedem Termin finden Sie die Kontaktdaten des Veranstalters. Im November 2026 reichte der Kalender bis Mitte Dezember, Termine für 2027 waren noch nicht eingetragen.
Wer zum ersten Mal kommt, kann auch mit Racepool99 starten. Beim freien Fahren mit dem eigenen Auto gehört ein geführter Turn mit Instruktor dazu, danach fahren Sie frei. Am Bilster Berg gibt es das ab dem Tagespaket. Für Supersportwagen ohne eigenes Auto hat Racepool99 am 6. Juni und 4. September 2027 Termine.
Für das freie Fahren mit Racepool99 braucht Ihr Auto eine Straßenzulassung, einen einwandfreien technischen Zustand und darf nicht lauter als 95 dB sein. Rennstreckennutzung, Versicherungen und alkoholfreie Getränke sind im Paket enthalten.
Trackdays für Motorräder
Motorräder und Autos fahren am Bilster Berg nie gleichzeitig. Einige Veranstalter wechseln zwischen Auto- und Motorradturns, die meisten Motorrad-Trackdays bleiben aber unter sich. Die Gruppen sind mit 25 bis 30 Maschinen etwas kleiner als bei den Autos. Ein dB-Eater ist immer Pflicht, denn manches straßenzugelassene Motorrad wäre sonst zu laut. Fahrer tragen eine komplette Schutzkleidung mit Lederkombi, Stiefeln, Rückenprotektor, Vollvisierhelm und Handschuhen. Bei Motorradveranstaltungen muss zudem ein Notarzt vor Ort sein.
Beliebt sind zweitägige Wochenenden, zu denen viele Teilnehmer schon am Freitagabend anreisen. Übernachten im Fahrerlager ist nur möglich, wenn der Veranstalter zusätzlichen Nachtschutz bucht. Fragen Sie vorher nach.
Länge, Kurven und Höhenprofil der Strecke zeigt unsere Seite zum Bilster Berg.
Häufige Fragen
Wie viele Autos fahren bei einem Trackday gleichzeitig?
Meist rund 30. Die Genehmigung erlaubt höchstens 50 Fahrzeuge auf der Strecke, aus Lärmgründen empfiehlt der Betreiber 30 bis 35 Autos pro Gruppe.
Brauche ich einen eigenen Transponder?
Nein, Transponder gibt der Bilster Berg kostenlos aus. Wer einen eigenen X2-Transponder von MyLaps besitzt, kann ihn nach Anmeldung nutzen.
Zahlt meine Kfz-Versicherung bei einem Unfall auf der Strecke?
Nicht unbedingt. Manche Versicherungen zahlen, andere nicht. Klären Sie das vor dem Trackday mit Ihrem Versicherer. Spezielle Rennstreckenversicherungen lassen sich auch kurzfristig online abschließen.
Dürfen Zuschauer zum Trackday kommen?
Der Bilster Berg erlaubt Zuschauer grundsätzlich, die Entscheidung trifft aber der Veranstalter. Manche verkaufen Zuschauertickets, andere lassen nur Teilnehmer aufs Gelände.