Hockenheimring
Auf dem Hockenheimring selber fahren – Ihr unvergessliches Erlebnis
Selbst fahren am Hockenheimring: Race’n’Roll im Supersportwagen, Touristenfahrten mit dem eigenen Auto, Trainings und Racepool99 im Vergleich.
Auf dem Hockenheimring selbst zu fahren, ist einfacher, als viele denken. Eine Rennlizenz brauchen Sie dafür nicht, für die meisten Angebote reicht der Pkw-Führerschein. Die eigentliche Frage lautet: in welchem Auto und mit wie viel Begleitung? Im gestellten Supersportwagen mit Instruktor, im eigenen Wagen auf eigene Faust oder erst einmal im Kart.
Race’n’Roll: Supersportwagen mit Instruktor
Race’n’Roll ist das Fahrprogramm des Hockenheimrings. Sie fahren selbst, ein erfahrener Instruktor sitzt neben Ihnen und erklärt Ideallinie und Bremspunkte. Zum Abschluss zeigt ein Profi im Renntaxi, wie schnell es wirklich geht. Gefahren wird auf einer kürzeren Variante des Kurses. Mitmachen dürfen Sie ab 21 Jahren mit Führerschein der Klasse B. Ein Termin dauert etwa drei Stunden, bis zu 80 Teilnehmer sind dabei. Bei Regen geht es mit Regenreifen weiter.
| Variante | Selbst fahren | Renntaxi | Preis |
|---|---|---|---|
| Light | 3 Runden im Porsche Cayman oder Alpine A110 S | 2 Runden | 399 € |
| Classic | 3 Runden im Lamborghini, Porsche 911 oder Ferrari 488, Zuteilung per Los | 3 Runden | 549 € |
| Xtreme | 3 Runden im Porsche Cayman, dann 6 Runden im fest gebuchten Lamborghini, Porsche 911 oder Ferrari 488 | 3 Runden | 879 € |
| Rosso | je 4 Runden im Ferrari 488 und im Ferrari F8 | 2 Runden im Ferrari | 1.150 € |
Preise laut Hockenheimring, Stand: November 2026. Die Selbstbeteiligung bei einem Schaden liegt bei 2.000 Euro pro Fahrzeug, bei grober Fahrlässigkeit haften Sie voll. Der letzte Termin 2026 ist am 9. November, die Daten für 2027 waren noch nicht veröffentlicht.
Mit dem eigenen Auto auf die Strecke
Bei den Touristenfahrten öffnet der Ring den Grand-Prix-Kurs für zugelassene Autos und Motorräder. Ein Ticket umfasste 2026 zwei Abschnitte à 15 Minuten und kostete 55 Euro, der nächste Termin ist der 6. Dezember 2026. Es gilt die Straßenverkehrsordnung, überholt wird links, Rennen sind verboten. Wer mehr Fahrzeit will, bucht einen Trackday bei einem externen Veranstalter, der die Strecke für einen halben oder ganzen Tag mietet. Teams und Fahrer mit gültiger Rennlizenz können außerdem an den Erprobungsfahrten des Rings teilnehmen.
Erst üben: Training, Touren und Kart
- Fahrsicherheitstraining Pkw: ein ganzer Tag mit dem eigenen Auto, maximal zwölf Teilnehmer, Übungen zu Bremsen, Ausweichen und Kurvenfahren, zum Teil direkt auf dem Grand-Prix-Kurs. Das Training ist nach Richtlinien des Deutschen Verkehrssicherheitsrats zertifiziert.
- Track Tour: eine geführte Runde im eigenen Auto, ohne Renntempo, mit Stopps an markanten Stellen. Sie kostet 39 Euro pro Auto mit zwei Personen.
- e-Kart Tour: zwei Runden mit dem Elektro-Kart über den Grand-Prix-Kurs, ab 14 Jahren und 1,45 Meter Körpergröße, für 89 Euro, als Premium-Variante mit zusätzlicher Zeit auf der E-Kartbahn für 124 Euro. Öffentliche Termine soll es ab April 2027 wieder geben.
- Porsche Experience Center: Im Innenraum des Rings betreibt Porsche ein Kundenzentrum mit eigenem Handling-Kurs. Die Programme bucht man direkt bei Porsche.
Alle Preise: Stand November 2026.
Racepool99: Supersportwagen mit Instruktor am Funk
Racepool99 bringt eine eigene Flotte auf deutsche Rennstrecken, darunter Porsche 911 GT3, Lamborghini Huracán LP 610-4, Ferrari F488 GTB und Audi R8 V10. Sie steuern, der Instruktor begleitet Sie vom Beifahrersitz und gibt Ihnen per Helmfunk Hinweise zu Bremspunkten, Einlenken und Gasgeben. Buchbar ist alles von einer einzelnen Runde bis zu 50 Runden in fünf Blöcken. Fahrten mit den vier genannten Autos beginnen bei 219 Euro (Stand: November 2026). Voraussetzung sind 18 Jahre und ein Führerschein der Klasse B. Beim Selbstfahren besteht eine Kaskoversicherung mit höchstens 5.000 Euro Selbstbeteiligung.
Die Termine 2027 liegen am Lausitzring, am Spreewaldring, in Groß Dölln, in Oschersleben, am Bilster Berg und am Sachsenring. Für den Hockenheimring fehlen bei Racepool99 noch Termine (Stand: November 2026). Wer nicht warten will, wählt eine dieser Strecken oder legt sich mit einem Gutschein noch nicht auf ein Datum fest.
Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren dürfen bei Racepool99 ohne Führerschein selbst ans Steuer. Im Young-Driver-Programm stehen unter anderem Porsche 911 GT3, Lamborghini Huracán und Audi R8 zur Wahl, die Preise beginnen bei 79 Euro (Stand: November 2026).
Weitere Strecken und Fahrerlebnisse finden Sie im Bereich Fahren, alles zur Strecke auf unserer Seite zum Hockenheimring.
Häufige Fragen
Brauche ich eine Rennlizenz?
Nein. Für Race’n’Roll, Touristenfahrten und die Angebote von Racepool99 reicht der Pkw-Führerschein. Nur die Erprobungsfahrten des Rings setzen eine gültige Rennlizenz voraus.
Wie alt muss ich sein?
Für Race’n’Roll 21 Jahre, bei Racepool99 18 Jahre. Im Young-Driver-Programm von Racepool99 fahren Jugendliche schon ab 14 Jahren, für die e-Kart Tour am Ring gilt ebenfalls ein Mindestalter von 14 Jahren.
Was passiert, wenn ich das Auto beschädige?
Bei Race’n’Roll zahlen Sie bis zu 2.000 Euro Selbstbeteiligung, bei Racepool99 höchstens 5.000 Euro. Grobe Fahrlässigkeit kann teurer werden. Mit dem eigenen Auto klären Sie den Versicherungsschutz vorher mit Ihrer Versicherung.
Wie viele Runden fahre ich?
Bei Race’n’Roll je nach Paket drei bis neun Runden selbst plus Renntaxi. Touristenfahrten werden nach Zeit verkauft. Bei Racepool99 wählen Sie die Rundenzahl beim Buchen.