Hockenheimring

Der Hockenheimring Trackday: Adrenalin pur auf der Strecke

Trackday am Hockenheimring: wer Termine anbietet, wie ein Tag abläuft, welche Lärm- und Technikregeln gelten und wie Sie Auto und Ausrüstung vorbereiten.

Ein Trackday ist der direkteste Weg, das eigene Auto auf dem Hockenheimring auszufahren: viel Fahrzeit, keine Wertung, kein Rennen. Anders als bei einer Touristenfahrt mietet ein Veranstalter die Strecke und organisiert den Tag. Wer den passenden Veranstalter findet und gut vorbereitet anreist, kommt auf deutlich mehr Runden.

Wer am Hockenheimring Trackdays veranstaltet

Der Hockenheimring vermietet seinen Grand-Prix-Kurs an Firmen, Clubs und Fahrtrainer, ausdrücklich auch für Trackdays und Renntrainings. Die Termine stehen deshalb nicht in einem eigenen Programm des Rings, sondern verteilt auf viele Anbieter. Einen guten Überblick gibt der Event-Kalender des Rings, in dem solche Tage meist unter „Testfahrten“ erscheinen. 2026 standen dort zum Beispiel ein freies Fahrtraining, ein freies Fahren des Clubs DSK, eine Track Experience des Porsche Experience Centers, mehrere Renntrainings und ein Clubtraining für Motorräder.

Für 2027 gibt es bereits ein besonderes Datum: Beim HEIZR Racing Dept. am 10. Juli 2027 sollen eigene HEIZR Track Days stattfinden, für die sich Fahrer bewerben können. Laut Veranstalter sollen über 150 Autos in verschiedenen Gruppen auf die Strecke gehen (Stand: November 2026).

So läuft ein Trackday ab

Die Einzelheiten legt jeder Veranstalter selbst fest. Der Ablauf ähnelt sich aber fast überall:

  1. Anmeldung: Sie zeigen Führerschein und Fahrzeugpapiere, unterschreiben den Haftungsverzicht und bekommen Ihre Startnummer oder ein Armband.
  2. Technik und Lärm: Viele Veranstalter messen die Lautstärke und werfen einen Blick auf Reifen, Bremsen und lose Teile.
  3. Fahrerbesprechung: Flaggen, Überholregeln, Boxengasse, Verhalten bei einem Defekt. In aller Regel ist die Teilnahme Pflicht.
  4. Fahren: entweder in festen Gruppen nach Erfahrung und Tempo, in Turns von je nach Veranstalter etwa 20 bis 45 Minuten, oder mit offener Boxengasse, bei der Sie selbst entscheiden, wann Sie fahren.
  5. Pausen: Meist gibt es eine Mittagspause. Bei den Erprobungsfahrten des Rings ist sie fest vorgeschrieben und dauert je nach Termin eine oder zwei Stunden.

Lärm und Technik: was Ihr Auto mitbringen muss

Lautstärke ist am Hockenheimring ein großes Thema, für jeden Termin gilt ein Grenzwert. Bei den Touristenfahrten des Rings liegt er bei 98 dB(A), bei den Erprobungsfahrten je nach Lärmklasse bei 98 oder 111 dB(A). Bei Trackdays nennt der Veranstalter den Wert in der Ausschreibung. Ein Auto mit Sportauspuff kann an einem Tag zugelassen sein und am nächsten nicht.

  • Bremsbeläge mit genug Material und frische Bremsflüssigkeit mit hohem Siedepunkt
  • Reifen mit ausreichend Profil und dem passenden Luftdruck, nach dem ersten Turn kontrollieren
  • Ölstand und Kühlwasser prüfen, Radschrauben nachziehen
  • Alles Lose aus dem Innenraum und dem Kofferraum räumen, Abschleppöse bereitlegen
  • Helm, lange Kleidung und feste Schuhe, falls der Veranstalter nichts anderes vorschreibt

Klären Sie außerdem vorher mit Ihrer Versicherung, ob Fahrten auf einer Rennstrecke gedeckt sind. Viele Policen schließen solche Veranstaltungen aus. Für einzelne Tage gibt es spezielle Rennstrecken-Versicherungen.

Trackday, Touristenfahrt oder Fahrerlebnis?

Format Organisiert von Fahrzeit Passt für
Touristenfahrt Hockenheim-Ring GmbH 2026: 2 × 15 Minuten für 55 € den ersten Schritt mit dem eigenen Auto
Trackday externer Veranstalter halber oder ganzer Tag Fahrer, die viel Strecke wollen
Race’n’Roll Hockenheim-Ring GmbH 3 bis 9 Runden im gestellten Auto alle ohne eigenen Sportwagen
Erprobungsfahrten Hockenheim-Ring GmbH ganzer Tag Teams und Fahrer mit Rennlizenz

Preise und Zeiten: Stand November 2026.

Freies Fahren mit Instruktor bei Racepool99

Wer seinen ersten Trackday nicht allein bestreiten will, findet bei Racepool99 eine Mischung aus Trackday und Coaching. Beim Freien Fahren nutzen Sie Ihr eigenes, zugelassenes Auto. Ein Instruktor fährt zuerst bei Ihnen mit und erklärt Sitzposition, Blickführung, Linie und Bremspunkte, danach drehen Sie freie Runden. Ein halber Tag bringt je nach Wetter etwa 80 bis 150 Kilometer, ein ganzer Tag 150 bis 300 Kilometer. Das Auto darf höchstens 95 dB laut sein. Die Preise beginnen bei 449 Euro (Stand: November 2026).

Angeboten wird das Freie Fahren 2027 unter anderem am Lausitzring und am Spreewaldring. Den Hockenheimring hat Racepool99 dafür bislang nicht im Programm.

Mehr zu Layout und Kurven lesen Sie auf unserer Streckenseite zum Hockenheimring.

Häufige Fragen

Ist für einen Trackday eine Rennlizenz nötig?

In der Regel nicht, ein gültiger Führerschein reicht. Eine Lizenz verlangt der Ring nur bei seinen Erprobungsfahrten. Einzelne Veranstalter können eigene Regeln haben.

Wie laut darf mein Auto sein?

Das hängt vom Termin ab. Bei den Touristenfahrten liegt die Grenze bei 98 dB(A). Bei Trackdays steht der Wert in der Ausschreibung des Veranstalters.

Darf ich einen Beifahrer mitnehmen?

Das entscheidet der Veranstalter. Manche erlauben Beifahrer mit Helm, andere nur Instruktoren. Fragen Sie vor der Buchung nach.

Wo finde ich Trackday-Termine für den Hockenheimring?

Im Event-Kalender des Rings unter Testfahrten und auf den Websites der Veranstalter. Für die Erprobungsfahrten bietet der Ring einen eigenen Newsletter an.

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