Rennstrecken
Auf einer Rennstrecke fahren ab 14 Jahren
Mit 14 auf die Rennstrecke, legal und ohne Führerschein: welche Möglichkeiten es gibt, was sie kosten und was Eltern vorher klären sollten.
Auf öffentlichen Straßen darf nur fahren, wer einen Führerschein hat. Auf einer abgesperrten Rennstrecke gelten andere Regeln: Dort können schon 14-Jährige ans Steuer eines Sportwagens, mit einem Instruktor auf dem Beifahrersitz. Dieser Ratgeber zeigt, welche Wege auf die Strecke führen, was sie kosten und was Eltern vorher klären sollten.
Warum Jugendliche dort ohne Führerschein fahren dürfen
Die Fahrerlaubnis ist für den öffentlichen Straßenverkehr vorgeschrieben. Eine Rennstrecke, die ein Veranstalter für seinen Termin exklusiv mietet und absperrt, gehört in dieser Zeit nicht dazu. Darauf baut Racepool99 seine Young Driver Experience auf. Für die Sicherheit sorgt der Instruktor: Er sitzt immer daneben und kann über eine Doppelpedalerie wie in der Fahrschule Gas, Bremse und Kupplung übernehmen. Gefahren wird auf breiten Strecken ohne Gegenverkehr.
Vier Wege auf die Rennstrecke
Selbst fahren: die Young Driver Experience
Das ist das Kernangebot für 14- bis 18-Jährige. Die Jugendlichen fahren eine oder mehrere Runden selbst, nach einem Briefing und einer Einweisung im Auto. Zur Wahl stehen fünf Autos:
| Auto | 1 Runde | 3 Runden | 8 Runden |
|---|---|---|---|
| Mini Tourenwagen | 79 Euro | 189 Euro | 599 Euro |
| Audi R8 V10 | 169 Euro | 399 Euro | 999 Euro |
| Mercedes-AMG GT S | 169 Euro | 399 Euro | 999 Euro |
| Porsche 911 GT3 | 189 Euro | 399 Euro | 999 Euro |
| Lamborghini Huracán | 189 Euro | 399 Euro | 999 Euro |
Stand: November 2026. Bei 8 Runden folgen laut Racepool99 zwei Runden als Beifahrer im Sportwagen. Im Buchungsformular steht zusätzlich ein Ferrari 488 GTB, den Racepool99 in der Beschreibung und im Terminplan aber nicht nennt. Wer ihn möchte, sollte vor der Buchung nachfragen.
Die Wahl ist vor allem Geschmackssache. Für den Porsche nennt Racepool99 ein Automatikgetriebe, der Mini Tourenwagen ist der günstigste Einstieg.
Vier Autos an einem Tag: das Quartett
Im Sportwagen-Paket Quartett fahren Jugendliche Mercedes-AMG GT S, Audi R8 V10, Lamborghini Huracán und Porsche 911 GT3 nacheinander. Je zwei Runden kosten 1.049 Euro, je vier Runden 2.099 Euro (Stand: November 2026).
Mitfahren im Renntaxi
Wer sich das Selbstfahren noch nicht zutraut oder ein bestimmtes Auto erleben möchte, fährt im Renntaxi mit. Ein Profi fährt, der Jugendliche sitzt daneben. Minderjährige dürfen in Begleitung eines Erziehungsberechtigten mitfahren. Zur Young Driver Experience lassen sich zwei Renntaxi-Runden ab 199 Euro dazubuchen.
Der nächste Schritt: eine Rennlizenz
Wer Feuer gefangen hat, kann bei Racepool99 einen Lehrgang zur Nationalen A-Lizenz des Deutschen Motor Sport Bunds (DMSB) machen. Laut Racepool99 kann diese Lizenz ab 14 Jahren beantragt werden, ein Führerschein ist dafür nicht nötig. Für den Lehrgang mit Theorie, schriftlicher Prüfung und einem Praxistag nennt Racepool99 599 Euro. Mit Mietauto, etwa einem VW Golf GTI mit doppelten Pedalen, kostet das Paket 3.098 Euro (Stand: November 2026). Vorher verlangt der DMSB laut Racepool99 den Nachweis eines mindestens eintägigen Fahrerlehrgangs oder Fahrsicherheitstrainings. Klären Sie vorab, welcher Nachweis anerkannt wird. Welche Lizenz und welches Mindestalter für einen Rennstart gelten, hängt von der Rennserie ab.
Voraussetzungen und Vorbereitung
- Alter: 14 bis einschließlich 18 Jahre. Bis 17 muss ein Erziehungsberechtigter vor Ort sein und den Haftungsverzicht unterschreiben.
- Körpergröße: Racepool99 empfiehlt etwa 1,50 Meter, damit die Pedale im Porsche sicher erreichbar sind.
- Gesundheit: gute körperliche Verfassung, keine Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Probleme mit der Wirbelsäule, kein Alkohol und keine Drogen.
- Kleidung: bequeme Sachen und feste, knöchelhohe Schuhe. Helm und Sturmhaube stellt Racepool99.
- Zeit: eine Stunde vor der genannten Uhrzeit da sein. Mit wenigen Runden dauert der Besuch etwa ein bis eineinhalb Stunden.
- Kosten im Ernstfall: Kasko, Haftpflicht und Unfallversicherung sind enthalten, die Selbstbeteiligung beim Selbstfahren beträgt höchstens 5.000 Euro.
Termine 2027
Die Saison läuft von April bis Oktober. Für die Young Driver Experience hat Racepool99 diese Termine veröffentlicht (Stand: November 2026):
| Strecke | Termine 2027 |
|---|---|
| Spreewaldring | 3. April, 24./25. Juli, 25./26. September |
| Lausitzring | 2. Mai, 18. Juli, 2. Oktober |
| Sachsenring | 12. Mai, 9. Juni, 21. Juli, 18. August, 15. September |
| Oschersleben | zwei Termine angekündigt, Daten folgen |
| Groß Dölln | zwei Termine angekündigt, Daten folgen |
Den Bilster Berg nennt Racepool99 ebenfalls als Strecke für die Young Driver Experience, Termine für 2027 stehen dort noch nicht fest.
Zuschauen kostet bei Racepool99 keinen Eintritt, und die Zahl der Begleiter ist nicht begrenzt. Die ganze Familie kann also mitkommen.
Häufige Fragen
Was kostet der günstigste Einstieg?
Eine Runde im Mini Tourenwagen kostet 79 Euro. Der günstigste Supersportwagen ist mit 169 Euro für eine Runde der Audi R8 oder der Mercedes-AMG GT S (Stand: November 2026).
Darf mein Kind mit 18 noch teilnehmen?
Ja, Racepool99 richtet die Young Driver Experience an Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre. Mit 18 und Führerschein steht außerdem das reguläre Selbstfahr-Angebot offen.
Was passiert, wenn mein Kind krank wird?
Dann gilt die Fahrt nach den Bedingungen von Racepool99 als genutzt. Sie können eine Ersatzperson schicken oder bis vier Wochen vor dem Termin eine Rücktrittsversicherung für 99 Euro abschließen (Stand: November 2026). Mit ihr gibt es bei Krankheit das Geld zurück.
Ist das Fahren für Jugendliche sicher?
Ein Restrisiko bleibt wie bei jedem Motorsport, die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Racepool99 setzt auf abgesperrte Strecken ohne Gegenverkehr, einen Instruktor mit Doppelpedalerie und ein Tempo, das sich am Können orientiert.