Groß Dölln
Das Fahrerlager im Driving Center Groß Dölln
Das Fahrerlager in Groß Dölln: Shelter mit Duschen, Strom, Snackautomat und Tankstelle mit Barzahlung. Was es gibt, was fehlt und was Sie mitbringen.
Das Fahrerlager in Groß Dölln sieht anders aus als an einer Grand-Prix-Strecke. Das Bild prägen alte Flugzeug-Shelter und weite Betonflächen, ein Boxengebäude mit Garagenreihe beschreibt der Betreiber nicht. Was Sie dort finden, was fehlt und was Sie besser selbst mitbringen, lesen Sie hier.
Shelter statt Boxengebäude
Auf dem früheren Militärflugplatz stehen 16 Shelter, in denen einst sowjetische Kampfflugzeuge untergebracht waren. Der Betreiber hat sie umgebaut: zu Event-Hallen, Büro, Werkstatt, Lager, Tankstelle mit Waschstraße und zu einem eigenen Fahrerlager-Shelter mit WC und Duschen. Ein Boxengebäude mit Garagen und Boxengasse, wie man es von Grand-Prix-Strecken kennt, beschreibt der Betreiber nicht. Auch Tribünen erwähnt er nicht.
Das Fahrerlager selbst ist nach Angaben des Motorradveranstalters MotoMonster asphaltiert, daneben gibt es Grünflächen, auf denen bei dessen Veranstaltungen gezeltet werden kann. Für viele Teilnehmer ist es Treffpunkt und Pausenraum in einem.
Was Sie im Fahrerlager finden
- Sanitäranlagen: Toiletten und Duschen im Fahrerlager-Shelter.
- Strom: Laut MotoMonster gibt es Stromanschlüsse. Denken Sie an ein Kabel mit blauem Campingstecker (CEE) und an eine lange Verlängerung.
- Snacks und Getränke: Ein Automat im Fahrerlager hilft auch außerhalb der Öffnungszeiten des Bistros.
- Bistro: An Motorrad-Fahrtagen nennt der Betreiber 11 bis 14 Uhr als Öffnungszeit.
- Tankstelle: auf dem Gelände, an Fahrtagen nur zu festen Zeiten geöffnet.
- Anmeldung: An Motorradtagen in einem Anmeldecontainer, nach dem Technikcheck gibt es dort einen Aufkleber für die Maschine.
- Rettungsdienst: An Track Days steht ein Rettungswagen der Johanniter bereit, beim freien Fahren mit dem Motorrad sind zwei Rettungswagen und ein Notarzt vor Ort.
Zur Infrastruktur gehören außerdem eine Waschanlage, Werkstatt- und Lager-Shelter. Einige Shelter vermietet der Betreiber ganzjährig. Werkstattleistungen für Teilnehmer nennt er nicht, rechnen Sie also nicht mit Hilfe bei Reparaturen.
Der Takt eines Fahrtags
Im Fahrerlager richtet sich alles nach dem Zeitplan. Zwei Beispiele aus den Zeitplänen des Betreibers zeigen, wie ein Tag abläuft (Stand: November 2026):
| Zeit | Track Day Pkw | Freies Fahren Motorrad |
|---|---|---|
| Morgens | Anmeldung ab 8:30 Uhr | Anmeldung und technische Abnahme ab 7 Uhr |
| Vor dem Start | Fahrerbesprechung 9:15 bis 9:40 Uhr, danach Einführungsrunden | Fahrerbesprechung 8:40 bis 9:05 Uhr, Einführungsrunden 9:10 bis 9:50 Uhr |
| Ab 10 Uhr | zwei Gruppen im Wechsel, Turns von 30 Minuten | drei Gruppen im Wechsel, Turns von 20 Minuten |
| 13 bis 14 Uhr | Mittagspause | Mittags- und Tankpause |
| Ende | 18 Uhr | 18 Uhr |
Zwischen den Turns bleibt Zeit, den Reifendruck zu prüfen, etwas zu trinken und mit anderen Fahrern zu sprechen. Legen Sie Tankstopps in die Pausen. An Track Days öffnet die Tankstelle nur in drei kurzen Zeitfenstern, von 11:45 bis 12:15, von 13:15 bis 13:45 und von 15:45 bis 16:15 Uhr. Wer seinen Platz im Fahrerlager nah am Weg zur Strecke wählt, spart sich zudem Hektik vor dem nächsten Turn.
Übernachten im Fahrerlager
Bei manchen Veranstaltungen ist das Fahrerlager auch Campingplatz. Das AVP-Institut bietet bei seinen Motorradkursen Stellplätze für Zelt, Wohnwagen und Wohnmobil mit 230-Volt-Anschluss an, Duschen und Verpflegung inklusive. Auch MotoMonster verweist auf Flächen zum Zelten.
Für die eigenen Kurse und Track Days des Driving Centers nennt der Betreiber keine Übernachtungsmöglichkeit. Fragen Sie deshalb immer bei Ihrem Veranstalter nach, bevor Sie mit Zelt oder Wohnmobil anreisen. Die nächsten festen Unterkünfte liegen wenige Kilometer entfernt am Groß Väter See und am Döllnsee.
Geld, Essen, Technik: was Sie mitbringen sollten
- Bargeld: An Motorradtagen ist laut Betreiber weder im Bistro noch an der Anmeldung noch an der Tankstelle Kartenzahlung möglich. Auch an Track Days nimmt die Tankstelle nur Bargeld.
- Verpflegung: Wasser, Snacks und etwas für den Nachmittag, falls das Bistro schon geschlossen hat.
- Werkzeug und Kleinteile: Luftdruckprüfer, Drehmomentschlüssel, Kabelbinder, Klebeband. Kleine Probleme lösen Sie so selbst.
- Wetterschutz: Regenkleidung, warme Schichten, Sonnenschutz und für das Motorrad eine Abdeckung. Das Gelände ist weitläufig und offen.
- Gehörschutz: vor allem für Kinder, die mit an die Strecke kommen.
Wer bei einem Termin von Racepool99 fährt, braucht davon wenig. Helm und Sturmhaube stellt der Anbieter, Kaffee und Wasser stehen bereit.
Bei Racepool99 ist das Fahrerlager der Treffpunkt des Tages. Selbstfahrer melden sich eine Stunde vor ihrer Uhrzeit, Gäste im Renntaxi mindestens 30 Minuten vorher. Begleitpersonen sind kostenlos willkommen und können den Tag im Fahrerlager und am Streckenrand verbringen.
Häufige Fragen
Darf ich im Fahrerlager übernachten?
Nur wenn Ihr Veranstalter es anbietet, etwa das AVP-Institut bei seinen Motorradkursen. Für die eigenen Kurse des Driving Centers nennt der Betreiber keine Übernachtungsmöglichkeit.
Gibt es Strom im Fahrerlager?
Ja, laut MotoMonster gibt es Anschlüsse. Nehmen Sie ein Kabel mit blauem Campingstecker und eine lange Verlängerung mit.
Kann ich mit Karte bezahlen?
Planen Sie besser mit Bargeld. An Motorradtagen nennt der Betreiber für Bistro, Anmeldung und Tankstelle ausdrücklich keine Kartenzahlung.
Dürfen Zuschauer ins Fahrerlager?
Bei Racepool99 ja, der Zutritt ist für Begleitpersonen kostenlos. Bei anderen Veranstaltungen klären Sie das am besten vorher mit dem Veranstalter.